Wenn die gesprochene Sprache auf die universelle Kraft der Klänge trifft, entsteht ein Raum für tiefe Emotionen. Unter dem Leitmotiv "Wort und Musik" widmet sich dieses besondere Konzertprojekt den faszinierenden Kontrasten von Licht und Dunkelheit – einer ewigen Inspirationsquelle der Kunst. Sei es in poetischen und geistlichen Texten, die von innerer Dunkelheit und befreienden Hoffnungsstrahlen erzählen, oder in der Musik, wo erst die Melancholie eines Moll-Taktes den erlösenden Dur-Akkord in seiner vollen Pracht erstrahlen lässt.
Das Publikum erwartet eine emotionale, zweigeteilte Reise, bei der diese poetischen und geistlichen Worte – eindrucksvoll dargeboten von Gerald Koch – und meisterhafte Chormusik zu einem dichten, atmosphärischen Gesamtkunstwerk verschmelzen.
Aus der Dunkelheit ins Licht
Unter der Leitung von Kantorin Laura Škarnulytė, der Gründerin des Ensembles, eröffnet das vielfach preisgekrönte und international besetzte Vokalensemble FENESTRA Freiburg (ausgezeichnet mit zwei Silber- und einer Bronzemedaille) den Abend mit ergreifenden A-cappella-Werken. Der Chor, in dessen Reihen unter anderem auch zwei Sängerinnen aus Japan mitwirken, lässt klassische Meister wie Mendelssohn, Nystedt und Reger in einen spannungsvollen Dialog mit zeitgenössischen litauischen Kompositionen von Kairytė und Zakaras treten.
Einen fließenden, fast magischen Übergang schafft im Anschluss Johannes Kraft: Seine fesselnde Orgelimprovisation nimmt das Publikum buchstäblich an die Hand, führt es musikalisch aus der Dunkelheit ins Licht und bereitet so die Bühne für das Herzstück des Abends.
Deutschlandpremiere: Die "Light Mass" von Vytautas Miškinis
Es ist eine musikalische Sensation für die Region: Die "Light Mass" des weltbekannten litauischen Komponisten Vytautas Miškinis feiert ihre Deutschlandpremiere. Dieses moderne Chorwerk vereint die Tiefe klassischer liturgischer Texte mit der pulsierenden Energie von Jazz- und Rock-Elementen. Kunstvoll verwebt Miškinis darin die Sutartines – die traditionellen, hypnotischen mehrstimmigen Gesänge Litauens. Bislang nur sechsmal in seiner Heimat aufgeführt, hat dieses Werk bereits Konzertsäle von Frankreich über Singapur bis Südafrika elektrisiert. Nun erklingt es im Dreiländereck in einem eigens für diese Konzertreihe geschaffenen Arrangement.
Internationale Spitzenbesetzung unter der Leitung des Komponisten
Es ist eine besondere Ehre, dass der Komponist selbst zum Taktstock greift: Vytautas Miškinis – Professor an der Musik- und Theaterakademie in Vilnius, Leiter des legendären Knaben- und Jugendchores "Ąžuoliukas" und Träger des litauischen Nationalpreises für Kultur und Kunst – dirigiert sein Werk an diesem Abend persönlich.
Begleitet wird der Chor von einem hochkarätigen, internationalen Instrumentalensemble:
Johannes Kraft (Heidelberg/Freiburg) – Klavier und Orgelimprovisation
Tadas Motiečius (Litauen) – Akkordeon
Bernardas Ručinskas (Litauen/Deutschland) – Kontrabass
Timothée de La Morinerie (Frankreich/Deutschland) – Schlagzeug
Erleben Sie einen Abend, an dem Wort und Musik sich zu einem strahlenden Erlebnis verbinden. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird herzlich gebeten.
Die Konzerttermine im Überblick:
Premiere: Freitag, 19. Juni 2026 | 19.00 Uhr
Friedenskirche Neuried-Altenheim, Kirchstr. 27, 77743 Neuried
2. Konzert: Samstag, 20. Juni 2026 | 19.00 Uhr
Église protestante Saint-Pierre-le-Jeune, Place Saint-Pierre-le-Jeune, 67000 Strasbourg
3. Konzert: Sonntag, 21. Juni 2026 | 19.00 Uhr
Kreuzkirche Freiburg, Fehrenbachallee 50, 79106 Freiburg

