Heiraten
- das bedeutet, dass Mann und Frau ein Leben lang beieinander bleiben wollen „Ja, wir trauen uns…“ Bei der Hochzeit bekennt sich das Paar öffentlich zueinander. Alle sollen es wissen und die Menschen, die dem Paar etwas bedeuten, sollen die Entscheidung mit-feiern. In der kirchlichen Trauung bittet die ganze Festgemeinde mit ihren Liedern und Gebeten darum, das Paar mit seiner Liebe zu segnen und ihm im Alltag beizustehen. Im Bund, den das Paar schließt, will Gott selbst gegenwärtig sein in besonderer und zeichenhafter Weise, um durch das Ehepaar seine Liebe und seinen Schöpfungswillen zu vergegenwärtigen.
Traugespräch
Beim Traugespräch mit Pfarrer Koch geht es um die Bedeutung der kirchlichen Trauung und der christlichen Ehe. Natürlich können Sie auch alles zur Sprache bringen, was um die kirchliche Trauung herum zu bedenken ist: Wie der Gottesdienst gestaltet werden kann, Liedauswahl, Trauzeugen, Musik und anderes mehr. Wichtig ist es, sich rechtzeitig mit dem Evangelischen Pfarramt in Verbindung zu setzen, um die Terminabfrage für das Traugespräch und die Trauung zu planen.
Für die Trauung wird eine Ringschale oder ein Ringkissen bereitgehalten. Der Kirchendiener/die Kirchendienerin holt die Trauringe vor dem Gottesdienst vom Bräutigam und legt sie auf die Ringschale. Sie kann auf dem Altar, ggf. auf dem Kredenztisch, abgestellt werden. Zum gegebenen Zeitpunkt reicht der Liturg die Ringschale zum Ringwechsel. Sie kann dem Brautpaar aber auch von anderen Personen als dem Liturgen gereicht werden.
Der Einzug des Brautpaares zu Beginn des Gottesdienstes kann recht unterschiedlich gestaltet werden. Entweder sammelt sich die Gemeinde in der Kirche und der Liturg holt das Brautpaar am Kirchenportal ab, um es zum Altar zu führen, oder aber der Liturg begrüßt das Brautpaar und die Gemeinde am Portal und führt danach alle in die Kirche, sodass es zu einem gemeinsamen Einzug kommt. Zum Trausegen kniet das Brautpaar auf bereitgelegten Kniekissen oder auf einer Kniebank nieder. Möglich sind auch Kniebänke für einzelne Personen, die vor die Brautstühle gestellt werden. Sie verfügen über ein Kniekissen und eine Handauflage in Höhe der Brust, sodass die zu Segnenden nicht "freihändig" knien müssen. Weil viele im Knien ungeübt sind, legt es sich nahe, beim Traugespräch auch über diese Dinge zu sprechen und sie ggf. auch einzuüben. Der Liturg segnet das Brautpaar, indem er beiden je eine Hand auf den Kopf auflegt. Sollte die Braut einen Schleier, Hut etc. tragen, muss dieser für die Segnung nicht abgenommen werden. Trägt der Liturg eine Stola, so kann er die Stola um die zusammengelegten Hände des Brautpaares schlagen und darauf seine Hand legen, wenn er den Satz spricht: "Was Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden."
Die Ringschale oder das Ringkissen wird zuerst dem Bräutigam gereicht.